Gottesdienste finden wieder statt ? Wann finden wieder Gottesdienste statt ?

Es war diese Woche in der Zeitung zu lesen, dass wieder Gottesdienste stattfinden dürfen. Ein kurzer Satz, der sich einfach liest, der aber sehr schwer umzusetzen ist.

Es liegt in der Natur dieser Pandemie, dass wir von gewohntem Abstand nehmen müssen. Und auch Abstand halten müssen. Dies gilt auch für Gottesdienste, die gefeiert werden könnten.

Die Landeskirche legt hohe Standards an das, was möglich ist. Und das ist auch richtig und gut so. Denn über allen Ge- und Verboten steht der Schutz der Menschen!
Nächstenliebe heißt eben auch, seinen Nächsten zu schützen. Auch Gottesdienstbesucher.

Die Vorgaben der Landeskirche bedeuten unter anderem konkret:


 - es darf nur eine bestimmte Anzahl an Menschen in eine Kirche.
 - Die Emporen dürfen nicht genutzt werden.
 -  Zwischen den einzelnen Sitzplätzen ist jeweils ca. 2 m Abstand (zu den Seiten, aber auch nach vorne und hinten) zu halten.
 - Es darf nicht gemeinsam gesungen werden.
 -  Gesangbücher dürfen nicht benutzt werden (auch nicht zum gemeinsamen Lesen).
 - Vor und nach den Gottesdiensten ist die Kirche zu desinfizieren.
 - Es gilt die Maskenpflicht.
Das sind im Groben die Vorrausetzungen unter denen Gottesdienste stattfinden könnten.
Richtig: könnten. Denn: wollen wir so Gottesdienst feiern?
Wer entscheidet zum Beispiel, wer in die Kirche darf, wer einen Platz bekommt  und wer wieder nach Hause gehen muss? In unseren Kirchen fänden nur wenige Platz.

Insgesamt ist es eine hohe Verantwortung zurzeit Menschen zu einer Versammlung (sei es ein Gottesdienst oder anderes) zusammenkommen zu lassen. Der Kirchenvorstand ist für den Schutz der Menschen in diesem Bereich ganz konkret verantwortlich.

Sicher sind Gottesdienste wichtig, auch um Gemeinschaft zu erfahren. Aber gerade das ist im Moment nicht möglich.
Daher hat der Kirchenvorstand in Wächtersbach entschieden, zunächst im Monat Mai weiterhin anders Gottesdienst zu feiern.
Es wird weiterhin Gottesdienste To-Go geben. Es wird konsequent geprüft werden, was möglich ist. Aber auch, was Bestand hat und dem Schutz der Menschen dient.

Wir sind sicher, dass wir mit Umsicht und Vorsicht handeln müssen. Dies tun wir in aller Zuversicht. Unsere Bischöfin hat uns im März für die Zeit, in der wir gerade sind ein Wort aus dem 2.Timotheusbrief mit an die Hand gegeben. Da steht: Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. (2.Tim.1,7).

Besonnenheit, Kraft und Liebe. So wollen wir auch in den Monat Mai gehen.

Bleiben Sie alle behütet.

Für den Kirchenvorstand

Ihre

Pfarrer Fabian Böhme und Pfarrerin Beate Rilke

Büro Wächtersbach

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