Amtshandlungen

Taufe

Liebe Eltern, liebe Paten!

Sie überlegen, Ihr Kind zur Taufe anzumelden oder haben es bereits getan. Wir freuen uns mit Ihnen. Die folgenden Informationen  möchten Ihnen helfen, die Taufe besser zu verstehen und sie besser mitfeiern zu können.

Grundsätzliches:

  • Taufen werden bei uns im Gemeindegottesdienst vorgenommen. Damit soll deutlich werden: Ein Kind wird -über den persönlichen Zuspruch hinaus- Mitglied der Gemeinde. Taufgottesdienst ist einmal im Monat; die Termine stehen im Kirchenblättchen, in der Presse oder können beim Pfarrer oder im Gemeindebüro erfragt werden. Außerhalb dieser Gottesdienste finden Taufen nicht statt.
  • Der Pfarrer, der den Gottesdienst hält, tauft die angemeldeten Kinder, unabhängig davon, ob sie zum Ostbezirk oder zum Westbezirk gehören.
  • Getauft werden kann ein Kind, wenn ein Elternteil der evangelischen Landeskirche angehört. Wenn das nicht der Fall ist: am besten mit dem Pfarrer reden, was man nun machen kann.
  • Kinder, die nicht in Wächtersbach, Hesseldorf, Weilers oder Wittgenborn wohnen können dann hier getauft werden, wenn der zuständige Pfarrer am Wohnort damit einverstanden ist.

Verlauf der Taufe

(bei allem schräg gedruckten sind Sie dabei!):

  1. Sie kommen ganz normal zum Gottesdienst, d.h., etwa fünf bis zehn Minuten vor Beginn da sein. Für die Tauffamilien halten wir Plätze in der ersten Reihe links oder rechts vom Altarraum bereit. Nehmen Sie sich bitte ein Gesangbuch, wenn Sie nicht von zu Hause eines mitbringen; Sie brauchen das oft im Gottesdienst. Nehmen Sie das Kind auf ein Kissen oder auf den Arm, wie Sie es gewohnt sind und es am besten ist. Geben Sie ihm vorher noch einmal zu trinken.
  2. Der Pfarrer wird Sie vor Gottesdienstbeginn begrüßen und willkommen heißen. Die Glocken läuten.
  3. Die Orgel spielt zu Beginn.
  4. Wir stehen auf und singen das Lied 155 (selten auch ein anderes). Für dieses und die anderen Lieder gilt: Bitte singen Sie beherzt und fröhlich mit, besonders auch beim Tauflied. Künstlerische Qualität ist nicht so sehr gefragt wie das Dabeisein! Danach nimmt die Gemeinde Platz.
  5. Ein Kirchenvorsteher oder der Pfarrer begrüßen die ganze Gemeinde.
  6. Wir singen das Eingangslied aus dem Gesangbuch. Die Nummern dafür finden Sie vorne an der Wand mit Ziffern angezeigt.
  7. Der Pfarrer spricht einen "Psalm", das ist ein Gebet aus der Bibel. Danach singt die Gemeinde:
  8. "Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist / wie es war im Anfang, / jetzt und immerdar / und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen."
  9. Der Pfarrer spricht ein Gebet: vor Gott wird gebracht, was Menschen bedrückt. Die Gemeinde antwortet mit dem gesungenen Ruf:
  10. "Herre Gott, erbarme dich / Christe, erbarme dich, / Herre Gott, erbarme dich!"
  11. Danach spricht er einen Vers aus der Bibel, der die Menschen wieder Vertrauen fassen lässt. Danach singen alle:
  12. "Ehre sei Gott in der Höhe / und Frieden auf Erden / und den Menschen ein Wohlgefallen."
  13. Die Gemeinde steht nun auf zum Gebet ("Lasst uns beten!") und schließt das Gebet mit einem gesungenen "Amen" ab. Alle nehmen Platz.
  14. Jetzt kommt die Taufansprache. An die Gemeinde, aber besonders an Sie werden Worte gerichtet, die überlegen: Was bedeutet denn das jetzt, das dies Kind getauft wird; was verändert sich; wie können wir das verstehen usw.
  15. Die Gemeinde singt das Tauflied (die Nummer, unter der es im Gesangbuch steht, ist vorne angeschlagen).
  16. J e t z t    k o m m e n   S i e   b i t t e   m i t   I h r e m K i n d   n a c h   v o r n e (Eltern, Paten, evtl. Geschwister). Der Pfarrer wird Sie dazu auffordern. Stellen Sie sich in einem Halbkreis um den Ständer, der die Taufschale enthält.
  17. Der Pfarrer (oder ein Gemeindeglied) lesen aus der Bibel einen Abschnitt vor, der mit der Taufe zu tun hat. Dazu stehen alle auf.
  18. Die Gemeinde singt "Halleluja, Halleluja, Halleluja".
  19. Dann sprechen die Tauffamilien, unterstützt von der Gemeinde, das Glaubensbekenntnis. Es heißt: "Ich glaube an Gott, den Vater / den Allmächtigen, / den Schöpfer des Himmels und der Erde. *** Und an Jesus Christus, / seinen eingeborenen Sohn, / unsern Herrn, / empfangen durch den Heiligen Geist, / geboren von der Jungfrau Maria, / gelitten, unter Pontius Pilatus, / gekreuzigt, gestorben und begraben. / Hinabgestiegen in das Reich des Todes, / am dritten Tage auferstanden von den Toten, / aufgefahren in den Himmel. / Er sitzt zur Rechten Gottes, / des allmächtigen Vaters, / von dort wird er kommen / zu richten die Lebenden und die Toten. *** Ich glaube an den Heiligen Geist, / die heilige christliche Kirche, / Gemeinschaft der Heiligen, / Vergebung der Sünden, / Auferstehung der Toten / und das ewige Leben. / Amen."
  20. Die Gemeinde setzt sich; Sie bleiben vorne stehen. Der Pfarrer fragt Sie (Tauffrage): "Ihr wollt, das dieses Kind getauft wird. Damit übernehmt Ihr die Aufgabe, es im christlichen Glauben zu erziehen und ihm durch Wort und Beispiel zu helfen, Gott und die Menschen zu lieben. So frage ich euch Eltern und Paten: Seid Ihr dazu bereit?"
  21. Antwort: "Ja!"
  22. Der Pate oder die Patin nimmt das Kind spätestens jetzt auf den Arm. Ein Mützchen oder Ähnliches müssen Sie abziehen. Er hält es mit dem Köpfchen über die Taufschale. Der Pfarrer schöpft dreimal Wasser und spricht dazu: N.N., ich taufe dich auf den Namen des Vaters / und des Sohnes / und des Heiligen Geistes. - Taufspruch aus der Bibel (für jedes Kind besonders; Sie können ihn gerne selber aussuchen) -  Taufsegen: (unter Auflegung der Hände, bei zwei Paten soll auch der zweite Pate die Hand mit auflegen!): Gott segne dich. Er behüte dein Leben und deine Gesundheit. Er gebe dir einen wachen Verstand und ein offenes Herz. Er wecke Glauben in dir und erhalte dich in der Gemeinschaft der Christen. Friede sei mit Dir!"
    Während der Taufe wird die Taufkerze angezündet und Ihnen geschenkt als Zeichen für ein neues Leben mit Gott, das nun beginnt und als Erinnerung an Jesus Christus, der gesagt hat: "Ich bin das Licht der Welt! Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben." Bitte nehmen Sie sie mit und stellen sie an Ihrem Platz ab.
    Wenn alle Kinder getauft sind, kommen Paten und Eltern noch einmal nach vorne vor den Altar und drehen sich zur Gemeinde. Der Pfarrer spricht ein Gebet. Danach nehmen alle Tauffamilien wieder Platz.
  23. Wenn es angebracht ist, kann nun ein Mitglied der Taufgesellschaft mit dem Täufling nach Hause gehen. Wenn sich Ihr Kind wohlfühlt, lassen Sie es ruhig im Gottesdienst.
  24. Der weitere Ablauf (etwas kürzer gefasst): Lied vor der Predigt / Predigt / Lied nach der Predigt / Bekanntmachung, ob jemand verstorben ist oder heiraten wird / Gebet (Gemeinde steht dazu auf), Stille, gemeinsames Vaterunser (danach nimmt die Gemeinde wieder Platz) / Bekanntmachung von Veranstaltungen usw. / Schlusslied / Segen (dazu stehen alle wieder auf) / Orgelnachspiel

Die Taufe wird in ein dickes, z.T. ehrwürdiges und sehr eindrucksvolles Taufbuch eingetragen. Diese Einträge werden nie mehr gelöscht, auch wenn jemand später sich einmal von der Kirche abwendet. - Auch in das Familienstammbuch wird die Taufe eingetragen. Evtl. müssen Sie auf diesen Eintrag ein paar Tage warten.

Im Gottesdienst zum Taufgedenken (oft an einem Sonntag im Advent) werden die Namen aller neugetauften Kinder in einem festlichen Gottesdienst verlesen. Dazu sind Sie eingeladen. Für jedes Kind zünden wir noch einmal ein Licht an.


Und sonst?

Wenn das Baby schreit oder quengelt: Nur keine Panik! Vor oder während der Taufe ist das sein gutes Recht! (Ältere Leute haben das auch schon so gedeutet: "Es vertreibt den Teufel!") Evtl. geht eine vertraute Person im Hintergrund der Kirche auf und ab.

Wenn jemand fotografieren oder filmen will: nach dem Gottesdienst gerne. Während der Taufe: klares Nein!

Wenn das Baby immer noch weiter unruhig ist: dann sollten eine Person während der Predigt mit ihm hinausgehen. (Für den Fall vielleicht bereits vorher jemanden "ausgucken"?! Ansonsten ist eine der Konfirmandeninnen sicher sehr gerne bereit; der Pfarrer muss es nur rechtzeitig wissen.) Der Pfarrer wird kaum gegen ein weinendes Kind an predigen und die Gemeinde wird es kaum überhören. Stilles, konzentriertes Hören auf Gottes Wort ist dann nicht mehr möglich. Verstehen Sie das bitte so und nicht als Anordnung gegen das Kind o.ä.

Zum guten Schluss:

"Kinder sind Gottes Liebe auf frischer Tat!" Sie haben mit Ihrem Kind schon viel Freude, vielleicht auch Sorge erlebt. In der Taufe haben wir über allem einen schönen, festlichen Anfang gesetzt. Machen Sie weiter!

Wir haben gepflanzt. Begießen Sie jetzt. Erleben Sie Glück und Segen mit dem größten, mit dem ein Mensch beschenkt werden kann.

Das wünscht Ihnen von Herzen

Ihr Pfarrer

Konfirmation

Konfirmandinnen und Konfirmaden Ostbezirk 2011/12Der Konfirmandenunterricht wird in Wächtersbach von beiden Pfarrern gehalten. Frau Pfarrerin Rilke  unterrichtet und konfirmiert die Jugendlichen, die im Westbezirk von Wächtersbach wohnen und die Konfirmanden aus Wittgenborn, Pfarrer Schilling unterrichtet und konfirmiert die Jugendlichen aus dem Ostbezirk von Wächtersbach, aus Hesseldorf und aus Weilers. Der Konfirmandenunterricht dauert ein knappes Jahr. Er beginnt 4 (Schilling) bzw. 5 (Rilke) Wochen nach Ostern und dauert übers Jahr bis zur Konfirmation, die in der Regel für den Ostbezirk 2 Wochen nach Ostern, für den Westbezirk 3 Wochen nach Ostern stattfindet. Die Konfirmation in Wittgenborn wird extra gefeiert, auch wenn die Konfirmanden den Unterricht gemeinsam mit ihren Wächtersbacher Altersgenossen haben.

Zur Konfirmandenstunde gehen Jugendliche in der Regel, wenn sie in der .8 Klasse sind bzw. 13 Jahre. Wenn in dieser Frage irgendetwas schwierig ist, weil jemand besonders früh oder besonders spät eingeschult wurde, weil jemand eine Klasse übersprungen hat o.ä., dann lässt sich trotz der Besonderheiten immer eine gute Lösung finden.

Am Konfirmandenunterricht können auch Jugendliche teilnehmen, die noch nicht getauft sind. Meistens taufen wir diese Jugendlichen in einem besonders schönen und feierlichen Gottesdienst in der Osternacht, aber auch andere Regelungen sind möglich. Wer nicht getauft ist, kann nicht konfirmiert werden.

Die Konfirmandenstunden sind kostenlos. Für Freizeiten und Exkursionen (Bibelhaus nach Frankfurt, „Gott in der Großstadt" und ähnliches) werden Beiträge erhoben. Die Konfirmanden brauchen ein aktuelles Gesangbuch und eine Bibel in lesbarer Schrift; alles andere Material wird gestellt. Wer in der Kirchengemeinde Wächtersbach (Wittgenborn, Hesseldorf und Weilers mit eingeschlossen) wohnt und evangelisch ist, wird, sobald es an der Zeit ist, von uns automatisch angeschrieben und zur Anmeldung für die Konfirmandenzeit eingeladen. Wenn es dort hapert: einfach die Pfarrer anrufen (Rilke: 70 77 888, Schilling: 2738; Gemeindebüro: 70 77 80).

Die Konfirmandenstunden dauern jeweils 90 Minuten und finden dienstags im Ev. Gemeindehaus in der Poststraße statt. Für die Teilnehmer des Ostbezirks sind sie von 14.30 – 16.00 Uhr, für die Teilnehmer des Ostbezirks von 16.15 – 17.45 Uhr.

Gottesdienst

Die Gottesdienste finden in der Regel am Sonntag um 10.00 Uhr in Wächtersbach statt. Am letzten Sonntag eines Monats ist statt des Morgengottedienstes ein Abendgottesdienst um 18.00 Uhr in der evangelischen Kirche. Zusätzlich findet einmal monatlich ein Gottesdienst in Hesseldorf und ebenfalls in Weilers statt. In der Kirche in Wittgenborn findet zweimal monatlich ein Gottesdienst statt. Die Termine finden Sie hier.

Beerdigungen in Wächtersbach

Die Angehörigen oder das Bestattungsunternehmen wenden sich an den Pfarrer und vereinbaren mit ihm einen Termin für die Beerdigung /Trauerfeier und für das Gespräch. Wichtig ist, dass die Stadt als Verwalterin der Friedhöfe dem Termin für die Beerdigung / Trauerfeier zugestimmt hat. Stadtverwaltung, Frau Höhn: 06053 / 802-0

Der Pfarrer regelt die folgenden Dinge:

  • das Läuten der Glocken.
  • das Orgelspiel. Im Moment gibt es keinen festen Organisten. Das Orgelspiel wird mit Euro 35,- (schließt die Fahrtkosten ein) vergütet und über die Institute eingezogen.
  • Bescheid für die Abkündigungen an das Pfarrbüro (Frau Horn 06053 / 70 77 80)

Ablauf der Beerdigung:

  • Orgelvorspiel
  • Votum und Psalm
  • Lesung
  • Lied
  • Ansprache / Predigt
  • Lied
  • Gebet
  • Aufforderung: Lasst uns nun zum Grab gehen...

(Pfarrer geht  v o r  dem Sarg zum Grab)
(wenn die Gemeinde sich versammelt hat)

  • Votum und Versenken des Sarges
  • Erdwurf
  • Bibelwort
  • Vaterunser mit allen
  • evtl. Einladung zum Tröster - oft gewünscht
  • Segen

In Hesseldorf und Weilers stehen Mikrophone, Liederbücher sind vorhanden, ein Instrument gibt es nicht. Das Läuten wird über die Stadt organisiert. In Hesseldorf singt öfter der Frauenchor zusätzlich zu den Gemeindemitgliedern. Absprache darüber mit Frau Kuschnik, 06053 / 4515 oder Frau Reitz 06053 / 3136

Ablauf für Trauerfeier zur Einäscherung:

  • Orgelvorspiel
  • Votum und Psalm
  • Lesung
  • Lied
  • Ansprache / Predigt
  • Lied
  • Gebet
  • Votum (zum Sarg gewendet): Nachdem Gott unseren Bruder/Schwester aus diesem Leben abberufen hat geben wir ihn/sie hin: Erde zu Erde / Asche zur Asche / Staub zum Staub. Wir befehlen ihn/sie der Barmherzigkeit Gottes an. Gott sei ihm/ihr gnädig um Jesu Christi willen.
  • Schriftwort (zur Gemeinde gewendet): Jesus Christus spricht: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nicht sterben in Ewigkeit.
  • Hinweis auf Feuerbestattung und Möglichkeit des persönlichen Abschieds in einem Moment der Stille nach dem Orgelnachspiel; Einladung zum Tröster; Aufforderung zum gemeinsamen Vaterunser (stehend)
  • Vaterunser
  • Segen
  • Orgelnachspiel
  • Abschied Pfarrer/in tritt als Erste vor den Sarg, stilles Gedenken, tritt ab.

Büro

Friedrich-Wilhelm-Straße 6
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