Wer mag, zündet eine Kerze an

 

Gebet

Gott, ich bin hier (wir sind hier)

allein

und doch durch deinen Geist alle miteinander verbunden

Und so feiere ich, so feiern wir

in deinem Namen Gottesdienst

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

 

Herzlich willkommen, ich freue mich, sie zu sehen!

So sage ich es immer, wenn wir gemeinsam Gottesdienst feiern. Und ich meine das stets von Herzen. Jetzt sehen wir uns nicht – aber wir lesen uns. Und sind doch im Geist miteinander verbunden.

Wir können auch so gemeinsam Gottesdienst feiern. Gemeinsam beten, denken, uns Gottes Geist schenken lassen in dieser unruhigen Zeit.

Und wenn die Glocken läuten, dann soll uns das ein Signal sein: wir sind nicht allein. Gott ist mit uns.

Wir sind – in Gedanken – beieinander. Und auch so füreinander da. Ob am Küchentisch, auf dem Sofa oder dem Balkon.

Heute ist der Sonntag Lätare. „Freut euch“ – so heißt es übersetzt. An diesem Sonntag wird mitten in der Passionszeit schon ein Blick auf Ostern geworfen. Und in den Texten des Sonntages geht es vor allem um den Trost. Wie passend an diesem Sonntag im Jahr 2020.

An Ostern werden wir singen: Christ will unser Trost sein! Das können wir heute ahnen. Und sollen es mit in die kommende Woche nehmen.

 

Psalm 84

Wie lieblich sind deine Wohnungen, Herr Zebaoth!

Meine Seele verlangt und sehnt sich nach den Vorhöfen des Herrn;

mein Leib und Seele freuen sich in dem lebendigen Gott.

Der Vogel hat ein Haus gefunden und die Schwalbe ein Nest für ihre Jungen

– deine Altäre, Herr Zebaoth, mein König und mein Gott.

Wohl denen, die in deinem Hause wohnen; die loben dich immerdar.

Wohl den Menschen, die dich für ihre Stärke halten und von Herzen dir nachwandeln!

Wenn sie durchs dürre Tal ziehen, wird es ihnen zum Quellgrund,

und Frühregen hüllt es in Segen.

Sie gehen von einer Kraft zur andern und schauen den wahren Gott in Zion.

 

Herr, Gott Zebaoth, höre mein Gebet;

vernimm es, Gott Jakobs!

Gott, unser Schild, schaue doch;

sieh an das Antlitz deines Gesalbten!

Denn ein Tag in deinen Vorhöfen

ist besser als sonst tausend. Ich will lieber die Tür hüten

meines Gottes Hause als wohnen in den Zelten der Frevler.

Denn Gott der Herr ist Sonne und Schild; der Herr gibt Gnade und Ehre.

Er wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen.

Herr Zebaoth, wohl dem Menschen, der sich auf dich verlässt!

 

Lesung aus dem 2. Brief an die Gemeinde in Korinth: (2. Kor. 1, 3-7)

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes, der uns tröstet in aller unserer Bedrängnis, damit wir auch trösten können, die in allerlei Bedrängnis sind, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott.

Denn wie die Leiden Christi reichlich über uns kommen, so werden wir auch reichlich getröstet durch Christus. Werden wir aber bedrängt, so geschieht es euch zu Trost und Heil; werden wir getröstet, so geschieht es euch zum Trost, der sich wirksam erweist, wenn ihr mit Geduld dieselben Leiden ertragt, die auch wir leiden. Und unsre Hoffnung steht fest für euch, weil wir wissen: Wie ihr an den Leiden teilhabt, so habt ihr auch am Trost teil.

 

Glaubensbekenntnis

Wir leben davon,

dass Gott unser Vater ist.

Das Weltall und unser Leben sind sein Werk.

Er lenkt die Geschichte

und ist auch mächtig,

wo wir sein Wirken nicht wahrnehmen.

Wir leben davon,

dass Gott in Jesus Christus Mensch wurde.

Er lebte wie wir,

doch er war ganz mit Gott verbunden.

An ihm erkennen wir,

wie einer dem anderen begegnen kann.

Er ist getötet und begraben worden,

aber wir wissen: Christus lebt.

Bei ihm endet alle Schuld.

Mit ihm hat Gott uns

ein neues Leben geschenkt.

Auch der Tod

kann uns nicht von ihm trennen.

Wir leben davon,

dass Gott uns durch seinen Geist hilft.

Durch ihn will er alle Menschen

in einer Kirche sammeln.

Durch ihn gibt er uns

Kraft zum Glauben

und Mut, für Gerechtigkeit und

Frieden einzutreten.

Sein Reich ist unsere Hoffnung. Amen.

 

Gedanken

Was alles weitergeht:

die Sonne geht auf – jeden morgen – und abends geht sie wieder unter.

Die Vögel singen weiter. Die Wolken ziehen am Himmel.

Die Bäume werden grüner. Die Magnolien fangen an zu blühen.

Der Nachbar grüßt. Oder auch nicht. Wie immer.

Oder eben doch anders.

Sogar die Fernsehsendungen gehen weiter.

Auch wenn niemand im Publikum sitzt.

Die Gedanken gehen weiter.

Die Erde dreht sich weiter.

Die Liebe Gottes geht weiter. Unaufhaltsam.

Sein Trost hat kein Ende.

„Denn Gott der Herr ist Sonne und Schild“ Der Frühling kommt. Bald ist Ostern.

Vergesst das beten nicht.

Heute und an jedem neuen Tag. (br)

 

Fürbitten

Gott, wir sind verbunden.

Als Menschen mit Menschen.

Als Glaubende miteinander.

Als Glaubende und Menschen mit Dir.

Wir sind verbunden mit dem Himmel.

Wir bringen vor dich, was uns beschäftigt.

Was Sorgen macht.

Und wir bringen dir unseren Dank.

 

Wir denken an alle, die wir lieben.

Stille

Wir denken an alle, die in diesen Zeiten noch einsamer sind als sonst.

Stille

Wir denken an alle Kranken. Auch an die Kranken in Krankenhäusern und Pflegeheimen.

Stille

Wir denken an alle, die helfen. Sie setzen sich und ihre Kraft und ihre Gaben ein für alle.

Stille

Gott, wir sind mit dir verbunden. Und wir sind miteinander verbunden. In Gedanken, aber vor allem: im Herzen.

Gemeinsam beten wir:

Vaterunser

Vater unser im Himmel

Geheiligt werde dein Name

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe,

wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute

Und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

Segen

Gott segne uns und behüte uns

Gott lasse sein Angesicht leuchten über uns

und sei uns gnädig

Gott erhebe sein Angesicht auf uns

und schenke uns Frieden

Amen.

 

Vergessen sie nicht, die Kerze zu löschen – bis zur nächsten Woche

Bleiben Sie behütet.

Gott befohlen

Ihre Pfarrein Beate Rike

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